Grundsicherung nach SGB II Anspruch und Leistungen
Stand: 06.02.2026

Grundsicherungsgeld verständlich erklärt: Anspruch, Regelsatz, Auszahlung, Bescheid

Wer Grundsicherungsgeld (Bürgergeld) beantragen will oder bereits Leistungen bezieht, braucht schnelle Klarheit: Besteht Anspruch? Wie wird die Höhe berechnet? Welche Unterlagen sind nötig? Und was tun, wenn im Bescheid etwas nicht stimmt?

Auf dieser Seite stehen die wichtigsten Grundlagen zur Grundsicherung nach SGB II – ohne Behördensprache: Begriffe, Ablauf, Pflichten, Fristen und die nächsten Schritte von Antrag bis Bescheid.

Schnellstart: Das Wichtigste in 2 Minuten

  • Anspruch prüfen: Haushalt, Einkommen, Vermögen, Wohnkosten.
  • Höhe verstehen: Regelsatz, Mehrbedarfe, Kosten der Unterkunft (KdU), Freibeträge.
  • Auszahlung: Termine kennen und bei Problemen strukturiert prüfen.
  • Bescheid prüfen: typische Fehler erkennen und Fristen einhalten.

Rechner starten: Orientierung zur möglichen Höhe
Anspruch prüfen: Voraussetzungen und Beispiele

Die wichtigsten Bereiche der Grundsicherung (SGB II)

Grundsicherung im Überblick

Für den Einstieg hilft ein kurzer Überblick: Worum geht es bei der Grundsicherung nach SGB II, welche Begriffe (Bürgergeld / Grundsicherungsgeld) tauchen ständig auf, und wie hängen Bedarf, Bedarfsgemeinschaft, Kosten der Unterkunft und Mitwirkung zusammen?

Zum Überblick: Grundsicherung einfach erklärt

Anspruch: Wer bekommt Grundsicherung?

Ob Anspruch besteht, hängt nicht an einer einzelnen Zahl, sondern an der Gesamtsituation: Haushalt, Einkommen, Vermögen, Wohnkosten und besondere Umstände. Hier gibt es eine klare Orientierung, welche Punkte bei der Prüfung typischerweise entscheidend sind.

Anspruch prüfen: Voraussetzungen und Beispiele

Regelsatz: Beträge und Mehrbedarfe

Der Regelsatz ist der Kern, aber nicht alles. Je nach Situation können Mehrbedarfe dazukommen. Außerdem gibt es Leistungen rund um Bildung und Teilhabe. Hier stehen die Beträge plus eine kurze Einordnung, was in welchem Fall relevant ist.

Zum Regelsatz: Beträge und Einordnung

Kosten der Unterkunft (KdU): Miete und Heizung richtig einordnen

In vielen Haushalten ist die Miete der größte Posten. Deshalb ist wichtig zu wissen, was als Kosten der Unterkunft zählt, wann etwas als angemessen gilt und welche Schritte typisch sind, wenn das Jobcenter die Kosten senken will.

KdU verstehen: Miete, Heizung, Angemessenheit

Einkommen und Freibeträge: was wirklich angerechnet wird

Viele Abweichungen im Bescheid hängen an der Anrechnung von Einkommen. Entscheidend sind Zuflussmonat, Absetzbeträge und Freibeträge. Hier steht kurz und praxisnah, was in der Grundsicherung typischerweise abgezogen wird – und was nicht.

Einkommen und Freibeträge: Überblick und Beispiele

Auszahlung: Wann wird das Geld gezahlt?

Rund um Zahlungstermine zählt vor allem: Wann wird überwiesen – und was ist zu tun, wenn am Zahltag nichts auf dem Konto ist? Hier stehen die Auszahlungstermine plus eine kurze Prüfliste für die häufigsten Ursachen bei Verzögerungen.

Auszahlungstermine und Checkliste bei fehlender Zahlung

Widerspruch: Bescheide prüfen

Bürgergeld-Bescheide wirken oft technisch. Mit der richtigen Reihenfolge lassen sie sich aber gut prüfen: Bedarf, Einkommen, Kosten der Unterkunft, Zeitraum, Aufrechnung. Hier gibt es eine Schritt-für-Schritt Orientierung inklusive Fristen und typischer Fehlerquellen.

Bescheid verstehen und Widerspruch: Ablauf und Fristen

Rechner: mögliche Höhe

Für ein erstes Gefühl zur möglichen Höhe hilft der Grundsicherungsgeld-Rechner als Orientierung. Er zeigt die Rechenlogik vereinfacht und nennt klare Grenzen, damit Ergebnisse realistisch eingeordnet werden können.

Zum Rechner: Orientierung zur möglichen Höhe

Typische Gründe, warum Beträge abweichen

  • Einkommen: Zuflussmonat falsch zugeordnet oder Freibeträge fehlen. Mehr dazu
  • KdU: Miete/Heizung nicht vollständig anerkannt (Angemessenheit, Kostensenkung). Mehr dazu
  • Zeitraum: Bescheid gilt nicht für den ganzen Monat (Antrag/Änderung mitten im Monat). Mehr dazu
  • Aufrechnung: Abzüge wegen Darlehen oder Rückforderung. Bescheid prüfen
  • Rechenlogik: Mehrbedarfe oder Wohnkosten fehlen im Gesamtbedarf. Rechenlogik im Rechner

Aktuelle Änderungen und Stand 2026

Gesetzliche Änderungen werden oft schrittweise eingeführt. Damit klar bleibt, ab wann etwas gilt und für wen, werden die wichtigsten Punkte laufend gebündelt und eingeordnet. Zum Überblick: Änderungen

Häufige Fragen zur Leistung

Ist Grundsicherungsgeld wie Bürgergeld?

Auf dieser Seite geht es um Grundsicherung nach dem SGB II. Der Begriff „Bürgergeld“ wird häufig im selben Zusammenhang verwendet, da er lange die offizielle Bezeichnung der Leistung war. Entscheidend ist weniger das Wort, sondern welche Regeln im SGB II gelten. Für den Einstieg hilft dieser Überblick: Grundsicherung einfach erklärt.

Welche Unterlagen werden gebraucht?

Das hängt vom Einzelfall ab, häufig geht es aber um Nachweise zu Haushalt, Einkommen, Vermögen und Wohnkosten. Eine gute Vorbereitung beginnt damit, die eigenen Eckpunkte sauber zu erfassen: Wer gehört zum Haushalt? Welche Einnahmen gibt es? Welche Wohnkosten fallen an? Als Einstieg hilft: Anspruch. Für eine grobe Einordnung, welche Faktoren die Höhe beeinflussen können: Berechnung.

Warum fällt die Auszahlung geringer aus?

Häufige Gründe sind angerechnetes Einkommen, gekürzte oder nicht vollständig berücksichtigte Wohnkosten, Aufrechnungen oder ein Zeitraum, der nicht dem ganzen Monat entspricht. Am schnellsten hilft eine strukturierte Prüfung: Abweichung einem Baustein zuordnen und die passenden Bescheidzeilen ansehen. Der nächste Schritt ist hier: Bescheid. Eine grobe Orientierung zur Rechenlogik steht hier: Rechner.

Was tun, wenn das Geld nicht kommt?

Bevor von einem Fehler ausgegangen wird, lohnt eine kurze Prüfung: Zeitpunkt, Bankarbeitstage, Änderungsbescheid, Weiterbewilligung. Hier stehen Termine und eine Checkliste für die häufigsten Ursachen: Auszahlungstermine.

Worauf achten bei Änderungen?

Sozialreformen werden oft schrittweise umgesetzt. Ob früher unter der Bezeichnung Hartz IV oder heute als Bürgergeld: Entscheidend sind meist drei Punkte:

  1. ab wann etwas gilt,
  2. für wen es gilt (z.B. nur für neue Antragsteller, Geringverdiener oder Alleinerziehende),
  3. und ob es Übergangsregeln gibt.

Die wichtigsten Änderungen werden gebündelt und laufend eingeordnet hier: Änderungen im Überblick.

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