Ortsschild mit Grundsicherungsgeld und durchgestrichenem Bürgergeld vor städtischem Hintergrund
Stand: 24.05.2026

Grundsicherungsgeld 2026: Anspruch, Höhe, Rechner und Auszahlung

Das Bürgergeld wird zur neuen Grundsicherung weiterentwickelt. Die wesentlichen Änderungen treten zum 01.07.2026 in Kraft; einzelne Regelungen gelten bereits früher oder später. Die Geldleistung „Bürgergeld“ wird im Zuge der Reform in „Grundsicherungsgeld“ umbenannt.

Für Betroffene zählt aber nicht nur der neue Name. Entscheidend ist im Alltag: Habe ich Anspruch? Wie hoch kann die Leistung sein? Wird meine Miete anerkannt? Wann kommt das Geld? Und was kann ich tun, wenn der Bescheid nicht stimmt?

Kurz-Check

Das Wichtigste zur Reform 2026

  • Name: Aus Bürgergeld wird Grundsicherungsgeld. Die neue Grundsicherung ersetzt Bürgergeld auch im SGB II.
  • Termin: Die wesentlichen Änderungen starten zum 01.07.2026. Einzelne Regelungen können früher oder später gelten.
  • Höhe: Die Regelbedarfe bleiben 2026 unverändert. Die Auszahlung kann je nach Miete, Einkommen, Mehrbedarf oder Aufrechnung abweichen.

Alle Änderungen 2026 verständlich erklärt

Grundsicherungsgeld.de bündelt aktuelle Informationen zu Bürgergeld, Grundsicherungsgeld und SGB II – mit Rechnern, verständlichen Erklärungen und praktischen Prüfschritten.

Die Inhalte ersetzen weder Rechtsberatung noch Entscheidungen des Jobcenters. Sie helfen, wichtige Fragen zu Anspruch, Höhe, Miete, Einkommen, Auszahlung und Bescheiden einzuordnen.

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Viele Fragen lassen sich besser verstehen, wenn man die eigene Situation einmal durchrechnet oder Schritt für Schritt prüft. Die wichtigsten Tools geben eine erste Orientierung zu Anspruch, Höhe, Auszahlung, Miete, Zuverdienst und Sanktionen.

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Überschlage in wenigen Schritten, wie hoch die Leistung ungefähr ausfallen könnte. Der Rechner berücksichtigt Haushalt, Wohnkosten, Einkommen und ausgewählte Mehrbedarfe.

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Ordne grob ein, worum es bei Anhörung, Pflichtverletzung oder Leistungsminderung geht und welche nächsten Prüfpunkte wichtig sind.

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Einfach erklärt

Was ist Grundsicherungsgeld?

Grundsicherungsgeld ist die neue Bezeichnung für die bisherige Geldleistung Bürgergeld. Gemeint ist die Unterstützung nach dem SGB II, wenn der Lebensunterhalt nicht vollständig aus Einkommen, Vermögen oder anderen Leistungen gedeckt werden kann.

Es gibt dabei nicht den einen festen Betrag für alle. Die tatsächliche Höhe hängt vom Haushalt ab: Wer gehört zur Bedarfsgemeinschaft? Welche Miete fällt an? Gibt es Einkommen? Werden Freibeträge berücksichtigt? Gibt es Mehrbedarfe, zum Beispiel wegen Schwangerschaft oder Alleinerziehung?

Zur Leistung können Regelbedarf, angemessene Kosten der Unterkunft und Heizung sowie mögliche Mehrbedarfe gehören. Davon wird anrechenbares Einkommen abgezogen. Deshalb kann der Auszahlungsbetrag im Bescheid deutlich vom reinen Regelsatz abweichen.

Grundsicherung einfach erklärt: SGB II, Bürgergeld und Grundsicherungsgeld

Orientierung

Die wichtigsten Fragen zur Grundsicherung nach SGB II

1. Habe ich Anspruch auf Grundsicherungsgeld?

Ein Anspruch hängt nicht nur vom Einkommen ab. Geprüft werden unter anderem Alter, Erwerbsfähigkeit, Hilfebedürftigkeit, gewöhnlicher Aufenthalt, Vermögen und Bedarfsgemeinschaft. Auch Wohnkosten und besondere Lebenslagen können wichtig sein.

Anspruch prüfen: Voraussetzungen und Beispiele

2. Wie hoch kann die Leistung sein?

Die mögliche Höhe ergibt sich aus dem Bedarf abzüglich anrechenbarem Einkommen. Zum Bedarf können Regelbedarf, angemessene Miete, Heizkosten und Mehrbedarfe gehören. Genau deshalb reicht ein Blick auf den Regelsatz allein meistens nicht aus.

Grundsicherungsgeld-Rechner öffnen

3. Welche Unterlagen brauche ich für den Antrag?

Häufig werden Nachweise zu Identität, Haushalt, Einkommen, Vermögen, Konto, Miete, Heizkosten und besonderen Lebenslagen benötigt. Je sauberer diese Punkte vorbereitet sind, desto leichter lässt sich der Antrag nachvollziehbar stellen.

Grundsicherungsgeld beantragen: Ablauf und Unterlagen

4. Wird meine Miete übernommen?

Die Kosten der Unterkunft sind oft der größte Teil des Bedarfs. Entscheidend ist, welche Miete und Heizkosten als angemessen gelten. Wenn das Jobcenter die Kosten nicht vollständig anerkennt, sollte der Bescheid genau geprüft werden.

Kosten der Unterkunft verstehen

5. Wie wird Einkommen angerechnet?

Nicht jedes Einkommen wirkt sich gleich aus. Bei Erwerbseinkommen können Freibeträge relevant sein. Wichtig sind außerdem Zuflussmonat, Absetzbeträge und die Frage, ob die Anrechnung im Bescheid nachvollziehbar ist.

Einkommen und Freibeträge verständlich erklärt

6. Was passiert mit Vermögen?

Auch Vermögen kann für den Anspruch wichtig sein. Dabei kommt es darauf an, welches Vermögen verwertbar ist, welche Freibeträge gelten und wie Rücklagen, Auto oder selbst genutztes Wohneigentum eingeordnet werden.

Vermögen und Schonvermögen einordnen

7. Wann kommt das Geld?

Leistungen sollen in der Regel monatlich im Voraus erbracht werden. Trotzdem kann die Buchung je nach Bank, Zahlungsweg und Einzelfall unterschiedlich sichtbar werden. Wenn die Zahlung ausbleibt, helfen Auszahlungstermin, Bescheid und Weiterbewilligung als erste Prüfpunkte.

Auszahlungstermine und Checkliste ansehen

8. Was tun, wenn der Bescheid nicht stimmt?

Viele Abweichungen entstehen bei Einkommen, Wohnkosten, Zeitraum, Mehrbedarf oder Aufrechnung. Wer den Bescheid Schritt für Schritt prüft, findet schneller heraus, ob nur eine Erklärung fehlt oder ob ein Widerspruch sinnvoll sein kann.

Bescheid prüfen und Widerspruch einordnen

9. Was tun bei Anhörung, Sanktion oder Leistungsminderung?

Bei einer Anhörung oder möglichen Leistungsminderung kommt es auf Fristen, Begründung, Rechtsfolgenbelehrung und den konkreten Vorwurf an. Wichtig ist, Schreiben nicht liegen zu lassen und die nächsten Schritte sauber zu sortieren.

Sanktions-Checker öffnen

Typische Probleme

Wenn Betrag, Bescheid oder Auszahlung nicht passen

Nicht jede Abweichung ist automatisch ein Fehler. Oft lässt sich aber eingrenzen, welcher Baustein den Unterschied verursacht. Besonders häufig geht es um Einkommen, Miete, Heizkosten, Bewilligungszeitraum, Mehrbedarf, Aufrechnung oder Sanktionen.

  • Der Betrag ist niedriger als erwartet: Prüfe zuerst Einkommen, Freibeträge, Wohnkosten, Mehrbedarf und den Zeitraum im Bescheid. Bescheid prüfen
  • Die Miete wurde nicht vollständig berücksichtigt: Entscheidend sind Angemessenheit, Heizkosten, Kostensenkungsaufforderung und örtliche Richtwerte. KdU einordnen
  • Das Geld ist am Auszahlungstag noch nicht sichtbar: Prüfe Zahlungstermin, Bankarbeitstag, Weiterbewilligung und mögliche Änderungen im Bescheid. Auszahlung prüfen
  • Zuverdienst wurde anders angerechnet als erwartet: Häufig liegt es an Zuflussmonat, Freibeträgen oder Absetzbeträgen. Zuverdienst überschlagen
  • Es gibt eine Anhörung oder Sanktion: Fristen, Begründung, Rechtsfolgenbelehrung und Bescheid sollten genau geprüft werden. Sanktion prüfen

Reform 2026

Was ändert sich mit dem Grundsicherungsgeld?

Die Reform betrifft die Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem SGB II. Die Geldleistung „Bürgergeld“ wird in „Grundsicherungsgeld“ umbenannt. Gleichzeitig sollen Vermittlung in Arbeit, Mitwirkung und individuelle Unterstützung stärker betont werden.

  • Neuer Name: Aus der Geldleistung Bürgergeld wird Grundsicherungsgeld.
  • Schrittweise Umsetzung: Die wesentlichen Änderungen treten zum 01.07.2026 in Kraft; einzelne Regelungen haben andere Starttermine.
  • Stärkere Vermittlung: Arbeit, Unterstützung und Eingliederung sollen stärker in den Mittelpunkt rücken.
  • Klarere Mitwirkung: Termine, Pflichten und Zusammenarbeit mit dem Jobcenter werden verbindlicher eingeordnet.
  • Regelbedarf 2026: Die Regelsätze bleiben 2026 nach Angaben der Bundesregierung unverändert.

Änderungen 2026 im Detail lesen

Einfache Einordnung: Die Reform macht aus dem Bürgergeld kein völlig neues System, setzt aber andere Schwerpunkte. Beim Grundsicherungsgeld sollen Termine, Nachweise, Arbeitssuche, Miete, Einkommen und Vermögen stärker geprüft werden. Für Betroffene wird deshalb wichtiger, Bescheide, Fristen und Angaben genau zu kontrollieren – nicht nur den monatlichen Betrag.

Aktuelles

Neue Ratgeber, Fristen und Entwicklungen

Bei Grundsicherung, Bürgergeld und Grundsicherungsgeld ändern sich Begriffe, Fristen und Details immer wieder. Deshalb werden neue Entwicklungen, praktische Fragen und wichtige Termine laufend eingeordnet.

Häufige Fragen zum Grundsicherungsgeld

Ist Grundsicherungsgeld dasselbe wie Bürgergeld?

Grundsicherungsgeld ist die neue Bezeichnung der Geldleistung in der Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem SGB II. Viele sprechen weiterhin von Bürgergeld, weil dieser Begriff bis zur Reform geprägt war. Für die Prüfung zählen am Ende nicht die Begriffe, sondern die Regeln im SGB II und der konkrete Bescheid.

Wer kann Grundsicherungsgeld bekommen?

Ein Anspruch kommt grundsätzlich in Betracht, wenn die Voraussetzungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende erfüllt sind. Dazu gehören unter anderem Erwerbsfähigkeit, Hilfebedürftigkeit und gewöhnlicher Aufenthalt in Deutschland. Zusätzlich werden Einkommen, Vermögen und Bedarfsgemeinschaft geprüft.

Wie hoch ist das Grundsicherungsgeld?

Die Höhe hängt vom individuellen Bedarf ab. Dazu können Regelbedarf, angemessene Wohnkosten, Heizkosten und Mehrbedarfe gehören. Davon wird anrechenbares Einkommen abgezogen. Für eine erste Orientierung kannst du den Rechner nutzen.

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Welche Unterlagen werden beim Antrag gebraucht?

Häufig werden Nachweise zu Identität, Haushalt, Einkommen, Vermögen, Konto, Miete, Heizkosten und besonderen Lebenslagen benötigt. Welche Unterlagen genau erforderlich sind, hängt vom Einzelfall ab.

Unterlagen und Antrag vorbereiten

Was tun, wenn das Geld nicht kommt?

Prüfe zuerst den Auszahlungstermin, mögliche Banklaufzeiten, Weiterbewilligung, Änderungsbescheid und offene Mitwirkung. Wenn die Zahlung weiterhin fehlt, sollte zeitnah das Jobcenter kontaktiert werden.

Auszahlungstermine und Checkliste ansehen

Was tun, wenn eine Sanktion droht?

Bei Anhörung, Pflichtverletzung oder Leistungsminderung sollten Frist, Begründung, Rechtsfolgenbelehrung und bisheriger Verlauf geprüft werden. Der Sanktions-Checker hilft bei der ersten Einordnung.

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Was tun, wenn der Bescheid falsch wirkt?

Vergleiche zuerst Bedarf, Einkommen, Wohnkosten, Zeitraum, Mehrbedarf und mögliche Aufrechnungen. Wenn der Bescheid nicht nachvollziehbar ist oder Fehler enthält, kann ein Widerspruch in Betracht kommen. Wichtig ist die Frist im Bescheid.

Bescheid prüfen und Widerspruch einordnen

Transparenz

Wie Grundsicherungsgeld.de arbeitet

Grundsicherungsgeld.de erklärt SGB-II-Themen so, dass sie im Alltag verständlich und nutzbar werden – ohne Amtsdeutsch und mit Blick auf die Fragen, die Betroffene wirklich beschäftigen.

Ziel ist es, Menschen besser über ihre Möglichkeiten zu informieren, besonders wenn Antrag, Bescheid, Miete oder Auszahlung ohnehin schon Druck machen. Eigene Rechner und Tools sollen zusätzlich helfen, die persönliche Situation besser einzuordnen.